Ein Rentner raste mit Tempo 140 in das Auto seiner Ex-Partnerin. Jetzt steht Femizid im Raum – ein früherer GPS-Fund wirft ernste Fragen auf.
Cassano Magnago – Er stellte ihr obsessiv nach und überwachte sogar ihre Fahrten mit einem im Auto versteckten GPS‑Gerät. Fulvio Ielmini, 73, wollte sich mit dem Ende seiner achtjährigen Beziehung zu der 69-jährigen Pierina Buffon nicht abfinden. Er schickte ihr Blumen und Liebesbotschaften, verfolgte sie aber auch und kontrollierte die Fahrtroute ihres Autos. Nicht auszuschließen ist, dass er sie auch am vergangenen Donnerstag „geortet“ hatte, als er auf der Umgehungsstraße von Cassano Magnago in der Provinz Varese mit seinem Jaguar bei Tempo 140 frontal gegen den Kleinwagen seiner Ex-Partnerin prallte. Sie kam bei dem schrecklichen Zusammenstoß ums Leben.
Gestern wurde auf Anordnung des mit den Ermittlungen betrauten Staatsanwalts Massimo De Filippo aus Busto Arsizio die Wohnung in Gallarate durchsucht, in der Fulvio Ielmini allein lebte. Die Kinder seiner Ex-Partnerin hatten berichtet, dass sie früher einmal ein GPS-Ortungsgerät im Auto ihrer Mutter gefunden hatten. Außerdem hatten die Kinder der Frau den 73-Jährigen über ihre Anwältin Cinzia Botta bereits förmlich aufgefordert, ihrer Mutter nicht weiter nachzustellen.
