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Kategorie: Mord und Totschlag

Radfahrerin totgefahren: 5.000 Euro Strafe für Rentner

Weil er eine Radfahrerin totgefahren hat, muss ein 78-jähriger Mann 5.000 Euro Strafe zahlen. Das Amtsgericht Mühlhausen legte am Donnerstag im Urteil wegen fahrlässiger Tötung außerdem ein Fahrverbot von drei Monaten fest.

Die Strafrichterin folgte dem Antrag des Staatsanwalts und der Verteidigerin. Der Nebenklägervertreter hatte wegen eines gravierenden Fehlers und der Schwere der Pflichtverletzung eine Bewährungsstrafe gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Laut Urteil war der Mann im Oktober 2025 „überaus unaufmerksam“ bei Rot über eine Kreuzung am Kiliansgraben in Mühlhausen gefahren. Die Ampel stand laut Gutachter schon vier Sekunden auf Rot, als das Auto die Haltelinie erreichte. Dabei erfasste der Autofahrer eine Radfahrerin, die die Straße bei Grün überqueren wollte. Die 47-jährige Frau wurde so schwer verletzt, dass sie kurz darauf im Krankenhaus starb.

Der Angeklagte habe die sich ändernden Ampelfarben nicht wahrgenommen und sei ungebremst über die rote Ampel gefahren, hieß es im Urteil.

Menschen kann man am kostengünstigsten im deutschen Straßenverkehr töten.

https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/nord-thueringen/unstrut-hainich/radfahrerin-tot-fahrlaessige-toetung-urteil-100.html

„Haftunfähigkeit“: Darf 91-jährige Totschlägerin wieder auf freien Fuß?

Eine 91-Jährige aus München, die ihre engste Freundin im Streit mit einem Kochtopf erschlagen hat, ist kurz vor Rechtskraft ihrer mehrjährigen Haftstrafe freigekommen. Der Haftbefehl sei wegen Haftunfähigkeit aufgehoben worden, sagte ein Gerichtssprecher. Das geschah, kurz bevor der Bundesgerichtshof (BGH) die Revision der Seniorin gegen ihre Verurteilung als unbegründet verwarf – womit das Urteil rechtskräftig wurde. 

Die Entscheidung, wie das nun rechtskräftige Urteil vollstreckt werden soll, obliegt den Angaben zufolge der Staatsanwaltschaft. Das Landgericht München I hatte die heute 91-Jährige im Juli vor einem Jahr zu acht Jahren und drei Monaten Haft wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verurteilt. 

https://www.abendzeitung-muenchen.de/bayern/haftunfaehigkeit-darf-91-jaehrige-totschlaegerin-wieder-auf-freien-fuss-art-1134371

Es war eine Kasserolle, keine Bratpfanne! Wir berichteten.

Reichsbürger (74) zielt mit Waffe auf Beamte

Nach bisherigen Ermittlungen habe der Senior eine geladene Schusswaffe gezogen und damit auf die drei Beamten gezielt, die die Gerichtsvollzieherin begleiteten – „um sie zu töten“, davon ist die Staatsanwaltschaft überzeugt.

Dass es dazu letztlich nicht kam, sei nur glücklichen Umständen zu verdanken. So habe der Mann „verkannt, dass die Waffe in wesentlichen Bereichen verrostet und deshalb nicht einsatzbereit war“. Die Beamten, die dies vermutlich nicht wissen konnten, hätten daraufhin ihrerseits auf den Mann geschossen und ihn entwaffnet. Dabei sei er an Arm, Bauch, Schulter und Hals verletzt worden.

Die Anklage wirft dem Mann jetzt versuchten Mord in Tateinheit mit Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie den unerlaubten Besitz einer halb automatischen Kurzwaffe vor. Sie sieht zudem niedere Beweggründe vorliegen. So hat sich der Verdacht, dass der Mann der sogenannten Reichsbürgerszene angehört, offenbar erhärtet. „Er soll die Beamten als Repräsentanten einer von ihm nicht anerkannten Staatsgewalt angesehen und bereits zuvor, auf deren Aufforderung hin, das Grundstück zu räumen, Aussagen zur Illegitimität des deutschen Staates und dessen Gesetzen getätigt haben“, so die Staatsanwaltschaft.

https://www.abendblatt.de/hamburg/altona/article412133111/reichsbuerger-74-zielt-in-hamburg-mit-verrosteter-schusswaffe-auf-beamte-und-wird-angeschossen-prozess.html

84-Jähriger soll seine Frau in Berlin erschossen haben

Tötungsdelikt. Eine 69-jährige Frau wurde in ihrer Wohnung im Stadtteil Lichtenrade tot aufgefunden. „Sie wies eine Schussverletzung im Oberkörper auf“, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Ihr 84-jähriger Ehemann sei vorläufig festgenommen worden.

Eine Anwohnerin hatte die Frau am Sonntagnachmittag leblos in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Hilbertstraße gefunden, wie die Ermittler nun mitteilten. Sie habe dann die Polizei alarmiert. Der Ehemann habe sich ebenfalls in der Wohnung befunden, hieß es im Bericht der Ermittler. Der „B.Z.“ zufolge ist er gehbehindert und auf einen Rollstuhl angewiesen. Er kam nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft.

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/verd%C3%A4chtiger-sitzt-im-rollstuhl-84-j%C3%A4hriger-soll-seine-frau-in-berlin-erschossen-haben/ar-AA240hSp

Frau überfuhr Ehemann für das Erbe – und muss lebenslang in Haft

Wegen des Mordes an einem 76-jährigen Jogger in Klipphausen-Ullendorf im Landkreis Meißen sind dessen Witwe und ein Komplize zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Dresden sieht es als erwiesen an, dass die 53-Jährige ihren Mann getötet hat, um an dessen Erbe zu gelangen. So erklärte es das Landgericht Dresden bei der Urteilsverkündung. Dem 77 Jahre alten Mitangeklagten hatte die Frau nach Überzeugung des Gerichts eine Bezahlung für seine Unterstützung zugesagt.

Nach den Feststellungen des Gerichts fuhr die Frau ihren ahnungslosen Ehemann am Morgen des 27. September 2024 während seiner Joggingrunde mit einem nicht zugelassenen Auto gezielt von hinten an. Durch den Aufprall wurde der Mann zunächst auf die Motorhaube des Wagens geschleudert und fiel seitlich herunter an den Fahrbahnrand.

Dort fuhr die 53-Jährige über den am Boden liegenden 76-Jährigen, der an seinen schweren Verletzungen vor Ort starb. Die Beschuldigte wurde am Tag darauf festgenommen und ist seitdem in Untersuchungshaft.

https://www.spiegel.de/panorama/sachsen-frau-ueberfuhr-ehemann-fuer-das-erbe-lebenslange-haft-a-6319daff-673c-4d87-89ec-5bd2f87b0f9a

Erlangen: Nachbarschaftsstreit eskaliert, 66-jähriger sticht zu

Als die Beamten eintrafen, lag ein 63-Jähriger lebensgefährlich verletzt am Boden, er starb noch am Tatort. In der Nähe nahm die Polizei einen 66-Jährigen vorläufig fest. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth beantragte Untersuchungshaft für den Mann.

Nach bisherigen Erkenntnissen kannten sich der Tote und der Tatverdächtige. Sie lebten in direkter Nachbarschaft – jedoch nicht im selben Haus. Welche Beziehung genau bestand und warum der Streit so eskalierte, ist derzeit noch unklar.

https://www.bild.de/regional/bayern/erlangen-nachbarschaftsstreit-eskaliert-63-jaehriger-tot-69dd0dbc246b3860d50257e6

Oberbürgermeister (63) aus Sachsen schießt 20-Jährigen nieder

Der Oberbürgermeister von Brand-Erbisdorf (Kreis Mittelsachsen) soll bei einem Jagdunfall einen Mann schwer verletzt haben. Nach Angaben der Polizei hatten sich Martin Antonow (parteilos) und ein 20-jähriger Mann am 1. November im Ortsteil Langenau zur Jagd verabredet.

Aktuellen Erkenntnissen zufolge habe der 63-jährige Oberbürgermeister während des Treffens den Ladezustand seiner Waffe kontrollieren wollen, als sich auf einer Jagdkanzel ein Schuss löste. Das Projektil soll den jungen Mann getroffen haben, er kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen den Oberbürgermeister wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Rentnergewalt im Wald ist Rentnergewald.

https://www.welt.de/vermischtes/article694418b9f6fc544dba9ac81a/tragoedie-in-sachsen-oberbuergermeister-verletzt-20-jaehrigen-bei-jagdunfall-schwer.html

80-Jährige tötet vierköpfige Familie mit ihrem SUV, Freispruch

Eine Frau, die laut Staatsanwaltschaft eine vierköpfige Familie getötet hat, als sie mit überhöhter Geschwindigkeit durch eine Wohnstraße in San Francisco fuhr, wird wahrscheinlich keine Gefängnisstrafe oder gemeinnützige Arbeit verbüßen müssen, nachdem sie sich in vier Fällen des fahrlässigen Totschlags im Straßenverkehr nicht schuldig bekannt hat.

Die 80-jährige Mary Fong Lau änderte am Freitagnachmittag ihr Plädoyer von „nicht schuldig“ zu „kein Einspruch“ und ein Richter am Obersten Gerichtshof von San Francisco deutete an, dass er wahrscheinlich keine Gefängnisstrafe verhängen werde. Die Staatsanwaltschaft sagte, sie sei im März 2024 in eine Bushaltestelle in West Portal gerast und habe dabei eine Mutter, einen Vater und ihre beiden kleinen Kinder getötet, die auf den Bus zum Zoo von San Francisco warteten. Ein „no contest“-Plädoyer bedeutet, dass ein Angeklagter zwar keine Schuld eingesteht, aber auf sein Recht auf eine Verhandlung verzichtet und dem Gericht erlaubt, ihn für die Zwecke der Strafzumessung so zu behandeln, als wäre er schuldig.

Diego Cardoso de Oliveira, 40, und sein einjähriger Sohn Joaquim Ramos Pinto de Oliveira wurden sofort getötet, als Laus Mercedes-Geländewagen mit einer Geschwindigkeit von laut Ermittlern über 70 mph in die Bushaltestelle vor der West Portal Branch Library prallte. Matilde Moncada Ramos Pinto, 38, und der drei Monate alte Cauê Ramos Pinto de Oliveira wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert und starben wenige Tage später.

Aus dem Englischen: https://www.sfchronicle.com/crime/article/sf-west-portal-crash-driver-jail-time-no-contest-21352361.php

Rentner (80) überfährt absichtlich mehrmals Bruder (72) mit dem Traktor

Ein 80-jähriger Landwirt ist am Montag in Graz wegen absichtlich schwerer Körperverletzung zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Außerdem muss er 18.700 Euro Schmerzengeld zahlen. Der Mann hatte seinen Bruder auf dessen Moped mehrmals mit dem Traktor angefahren.

Laut Schilderung der Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte im November des Vorjahres mit seinem Traktor gezielt auf das Moped seines Bruders zugefahren sein. Nach einer ersten Kollision soll er erneut auf das bereits am Boden liegende Moped zugesteuert haben.

Das Opfer konnte sich den Ermittlungen zufolge nur durch eine Flucht in ein Bachbett retten. Der Mann erlitt dabei schwere Verletzungen, darunter mehrere Knochen-, Rippen- und Wirbelbrüche. Insgesamt verbrachte er 70 Tage im Krankenhaus, mehrere davon auf der Intensivstation.

Der Beschuldigte blieb so wie auch schon beim Prozessauftakt im September 2025 dabei, dass er nicht schuldig sei. Sein Bruder sei ihm bewusst in den Traktor gefahren, um ihm Schwierigkeiten zu bereiten. Rund elf Monaten saß der 80-Jährige in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft liegen die beiden Brüder schon seit Jahren im Streit. Die beiden Männer sind Nachbarn, sie nutzen dieselben Zufahrtsstraßen, um zu ihren Häusern bzw. Höfen in Graz-Umgebung zu kommen.

Mord und Totschlag auf dem Land!

https://steiermark.orf.at/stories/3337291

Jäger (77) schießt auf Spaziergängerin

Ein Jäger hat von seinem Hochsitz in Niedersachsen auf eine Spaziergängerin geschossen. Der 77-Jährige habe die 58 Jahre alte Frau offenbar aus bisher ungeklärten Gründen mit einem Tier verwechselt, teilte die Polizei mit.

Der Schuss traf die Frau demnach am Mittwochabend am Oberschenkel. Sie sei bei dem Vorfall in Beckeln südlich von Delmenhorst schwer verletzt worden.

Die Frau wurde zur Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Sie war den Angaben zufolge mit ihrer Familie an einem Waldrand im Schnee spazieren. Die übrigen Familienmitglieder seien unverletzt geblieben.

Gewalt von Senioren im Wald ist Rentnergewald.

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/beckeln-jaeger-schiesst-auf-spaziergaengerin-in-niedersachsen-a-93b5f892-b015-435e-8ff4-36f6421782ed